Passives Einkommen Kickstart – kann dieses Buch beim Aufbau eines Nebeneinkommens helfen?
Passives Einkommen klingt nach einem einfachen Ziel: einmal etwas aufbauen und anschließend langfristig davon profitieren. In der Praxis beginnt passives Einkommen jedoch fast immer mit aktiver Arbeit, Lernen, Testen und dem Aufbau eines funktionierenden Systems.
Genau an diesem Punkt setzt das Buch „Passives Einkommen – Kickstart“ von Thomas Klußmann an. Es richtet sich vor allem an Menschen, die sich für zusätzliche Einkommensquellen und Online-Business interessieren, aber noch nicht genau wissen, welches Geschäftsmodell zu ihnen passt und wo sie anfangen sollen.

In diesem Artikel schauen wir uns an, was das Buch aktuell bietet, welche Inhalte und Bonusmaterialien enthalten sind, für wen es geeignet ist – und vor allem, wie realistisch die Erwartungen an „passives Einkommen“ sein sollten.
Kurz zusammengefasst:
„Passives Einkommen – Kickstart“ ist ein gedrucktes Einsteigerbuch mit über 230 Seiten, acht Praxisgeschichten, einer 5-Schritte-Anleitung zum eigenen Online-Business und ergänzenden Arbeitsmaterialien. Das Buch wird aktuell kostenlos angeboten; nach Anbieterangaben fällt lediglich eine Versandkostenpauschale an. Es ist vor allem als Orientierung und Einstieg gedacht – nicht als fertige Einkommensmaschine.
Was ist „Passives Einkommen – Kickstart“?
„Passives Einkommen – Kickstart“ ist ein Buch von Thomas Klußmann aus dem Umfeld von Gründer.de.
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich digitale Geschäftsmodelle so aufbauen lassen, dass später nicht jede Einnahme unmittelbar von einer einzelnen geleisteten Arbeitsstunde abhängt.
Dabei geht es nicht nur um abstrakte Theorie. Das Buch arbeitet mit realen beziehungsweise vom Anbieter präsentierten Praxisgeschichten und soll zeigen, welche Wege andere Unternehmer gewählt haben.
Die Grundstruktur lässt sich in drei Bereiche einteilen:
- Basis: Welche Grundlagen braucht man, um passive Einkommensquellen überhaupt aufzubauen?
- Blueprints: Wie sind andere Menschen dabei vorgegangen?
- Anwendung: Wie lässt sich daraus ein eigener Aktionsplan entwickeln?
Warum der Einstieg oft das größte Problem ist
Gerade am Anfang scheitern viele nicht an fehlenden Möglichkeiten, sondern an zu vielen Möglichkeiten.
Wer nach „passivem Einkommen“ sucht, stößt schnell auf zahlreiche Geschäftsmodelle:
- Affiliate-Marketing
- digitale Produkte
- Online-Kurse
- E-Mail-Marketing
- Webseiten und Content-Projekte
- automatisierte Verkaufsprozesse
- Coaching und digitale Dienstleistungen
Für einen Einsteiger kann das schnell unübersichtlich werden. Statt überhaupt anzufangen, werden immer weitere Videos angesehen, Blogs gelesen und neue Geschäftsmodelle verglichen.
Genau hier kann ein Buch sinnvoll sein: nicht weil es automatisch ein Business aufbaut, sondern weil es verschiedene Möglichkeiten in eine nachvollziehbare Struktur bringt.
Was bekommst du aktuell?
Die aktuelle Produktseite nennt für das Buch mehr als 230 Seiten.
Zu den wesentlichen Inhalten gehören laut Anbieter:
- acht Erfolgsgeschichten rund um passive Einkommensmodelle,
- Grundlagen zum Aufbau passiver Einkommensquellen,
- eine 5-Schritte-Anleitung für den Aufbau eines eigenen Online-Business,
- die neun Schlüsselfaktoren des Business Model Canvas,
- Checklisten und zusätzliche Arbeitsmaterialien,
- Praxiswissen aus verschiedenen Gründergeschichten.
Damit geht das Buch über eine reine Sammlung motivierender Geschichten hinaus. Die Inhalte sollen dem Leser helfen, aus den Beispielen einen eigenen Plan abzuleiten.
Die acht Erfolgsgeschichten
Ein wesentlicher Bestandteil des Buches sind acht unterschiedliche Geschichten von Menschen, die sich mit Online-Business und zusätzlichen Einkommensquellen beschäftigt haben.
Der Vorteil solcher Beispiele liegt weniger darin, sie exakt zu kopieren. Interessanter ist zu erkennen, dass es nicht nur einen einzigen Weg zum Aufbau zusätzlicher Einnahmen gibt.
Für einen Einsteiger kann das helfen, herauszufinden:
- welches Geschäftsmodell grundsätzlich interessant wirkt,
- welche persönlichen Fähigkeiten eingebracht werden können,
- welche technischen Anforderungen bestehen,
- wie viel Aufbauarbeit notwendig sein kann,
- welche Modelle zur eigenen Lebenssituation passen.
Passives Einkommen ist am Anfang nicht passiv
Das ist für mich einer der wichtigsten Punkte überhaupt.
Der Begriff „passives Einkommen“ kann leicht den Eindruck vermitteln, dass Einnahmen ohne Arbeit entstehen.
In der Realität ist es normalerweise genau umgekehrt:
Zuerst kommt die aktive Aufbauphase. Inhalte müssen erstellt, Produkte entwickelt oder ausgewählt, technische Prozesse eingerichtet, Besucher gewonnen und Abläufe getestet werden. Erst wenn ein solches System funktioniert, können bestimmte Prozesse weitgehend automatisiert ablaufen.
Ein Affiliate-Projekt ist dafür ein gutes Beispiel. Ein fertiger Artikel kann später auch dann Besucher und Provisionen erzeugen, wenn man gerade nicht daran arbeitet. Vorher müssen aber Website, Inhalte, Suchmaschinenoptimierung, Partnerprogramme und interne Verlinkungen aufgebaut werden.
Ähnlich sieht es bei digitalen Produkten, Online-Kursen oder automatisierten Funnels aus.
Was bedeutet eigentlich „passiv“?
Passiv bedeutet deshalb nicht zwangsläufig „keine Arbeit“.
Eine sinnvollere Definition wäre:
Passives Einkommen bedeutet, dass Einnahmen nicht mehr vollständig proportional zur unmittelbar eingesetzten Arbeitszeit entstehen.
Ein einmal erstelltes digitales Produkt kann mehrfach verkauft werden. Ein guter Artikel kann über Jahre Besucher erhalten. Eine automatisierte E-Mail-Sequenz kann mit vielen Interessenten arbeiten, ohne jede Nachricht einzeln schreiben zu müssen.
Die Infrastruktur dahinter muss jedoch zunächst aufgebaut werden.
Die 5-Schritte-Anleitung zum Online-Business
Die aktuelle Verkaufsseite hebt außerdem eine 5-Schritte-Anleitung zum eigenen Online-Business hervor.
Für Einsteiger ist ein solcher Aufbau grundsätzlich sinnvoll, weil dadurch aus einer abstrakten Idee eine Reihenfolge konkreter Aufgaben wird.
Der größte Nutzen liegt dabei nicht darin, jeden Schritt blind zu übernehmen. Vielmehr kann eine feste Struktur verhindern, dass man gleichzeitig zehn verschiedene Geschäftsmodelle ausprobiert und keines konsequent umsetzt.
Business Model Canvas: Geschäftsideen strukturieren
Ein weiterer aktueller Bestandteil ist das Business Model Canvas.
Das bekannte Modell hilft dabei, eine Geschäftsidee systematisch zu betrachten. Dazu gehören unter anderem Zielgruppen, Nutzenversprechen, Vertriebswege, Einnahmequellen, wichtige Ressourcen und Kosten.
Das kann gerade für Anfänger hilfreich sein, weil aus einer vagen Idee wie „Ich möchte online Geld verdienen“ konkrete Fragen werden:
- Für wen will ich etwas anbieten?
- Welches Problem löse ich?
- Wie erreiche ich diese Menschen?
- Wie entsteht daraus Umsatz?
- Welche Ressourcen und Kosten benötige ich?
Das Buch behandelt laut Anbieter die neun zentralen Faktoren des Business Model Canvas und verbindet sie mit Praxisbeispielen.
Welche Bonusinhalte gibt es aktuell?
Zusätzlich zum gedruckten Buch werden aktuell mehrere digitale Bonusmaterialien genannt.
- Cashflow-Dashboard: zur Übersicht über Einnahmen beziehungsweise finanzielle Entwicklung
- Business Model Canvas der Co-Autoren: Beispiele für unterschiedliche Geschäftsmodelle
- eigene Business-Model-Canvas-Vorlage: zur Planung der eigenen Idee
Die Bonusinhalte stehen laut Anbieter nach der Buchbestellung im Mitgliederbereich zur Verfügung.
30-minütiges Strategiegespräch als zusätzlicher Bonus
Aktuell wird außerdem ein 30-minütiges Strategie- beziehungsweise Coaching-Gespräch angeboten.
Nach Angaben von Gründer.de soll dabei individuell geklärt werden, welche Strategie zum Interessenten und zu dessen Zielen passen könnte.
Ein solches Gespräch kann für Anfänger interessant sein. Gleichzeitig sollte man bedenken, dass kostenlose Strategiegespräche im Online-Business auch Bestandteil eines weiterführenden Verkaufsprozesses sein können. Deshalb würde ich ein eventuelles späteres kostenpflichtiges Angebot immer unabhängig prüfen.
Ist das Buch wirklich kostenlos?
Das Buch selbst wird aktuell im sogenannten Free-plus-Shipping-Modell angeboten.
Das bedeutet: Für das Buch selbst wird laut Anbieter derzeit kein Kaufpreis berechnet. Es fällt allerdings eine Versandkostenpauschale von aktuell 4,99 Euro an.
Damit ist das Angebot nicht vollständig kostenfrei – bezahlt wird jedoch nach aktuellem Stand nur der Versand.
Da Preise und Aktionen geändert werden können, solltest du den aktuellen Betrag vor der Bestellung noch einmal auf der Angebotsseite kontrollieren.
Wie lange dauert der Versand?
Für die Zustellung nennt Gründer.de aktuell normalerweise ungefähr 2 bis 3 Tage. In Einzelfällen kann es laut Anbieter auch länger dauern.
Der Versand wird nach Angaben auf der Produktseite außerdem auch nach Österreich und in die Schweiz angeboten.
Kann ein Buch wirklich beim Aufbau eines Nebeneinkommens helfen?
Ein Buch kann kein Einkommen erzeugen.
Es kann aber etwas leisten, das am Anfang häufig wichtiger ist: Orientierung schaffen.
Wer noch keinerlei Erfahrung mit Online-Business hat, muss zunächst verstehen:
- welche Geschäftsmodelle überhaupt existieren,
- wie diese grundsätzlich funktionieren,
- welcher Aufwand damit verbunden ist,
- welches Modell zu den eigenen Fähigkeiten passt,
- welche nächsten Schritte sinnvoll sein könnten.
Genau dafür kann ein Einstiegsbuch sinnvoll sein.
Wer dagegen bereits genau weiß, dass er beispielsweise Affiliate-Marketing, einen Online-Kurs oder einen eigenen Shop aufbauen möchte, benötigt anschließend wesentlich spezialisiertere Informationen.
Was ist von „1.000 Euro passivem Einkommen und mehr“ zu halten?
Die aktuelle Verkaufsseite bewirbt das Buch unter anderem mit der Aussicht, zu lernen, wie sich 1.000 Euro passives Einkommen und mehr pro Monat aufbauen lassen.
Diese Aussage sollte man als Marketingaussage des Anbieters verstehen und nicht als Garantie für das eigene Ergebnis.
Ob ein Geschäftsmodell überhaupt Einnahmen erzeugt und wie hoch diese ausfallen, hängt von zahlreichen Faktoren ab:
- Geschäftsmodell
- Zielgruppe
- Nachfrage
- Reichweite
- Erfahrung
- Qualität des Angebots
- Kapital- und Zeiteinsatz
- Wettbewerb
- kontinuierliche Optimierung
Ein Buch kann dafür Ideen und Strukturen liefern, aber kein bestimmtes Einkommen garantieren.
Für wen ist Passives Einkommen Kickstart geeignet?
Interessant ist das Buch meiner Einschätzung nach vor allem für:
- Einsteiger ohne konkretes Geschäftsmodell,
- Menschen, die sich ein zusätzliches Einkommen aufbauen möchten,
- Interessierte an Online-Business und digitalen Geschäftsmodellen,
- angehende Gründer, die zunächst Orientierung suchen,
- Menschen, die verschiedene Praxisbeispiele kennenlernen möchten.
Für wen ist das Buch eher nicht geeignet?
Weniger geeignet ist das Buch, wenn du:
- bereits ein konkretes Geschäftsmodell vollständig beherrschst,
- eine detaillierte technische Spezialanleitung suchst,
- ein fertiges Online-Business erwartest,
- ohne eigene Arbeit ein garantiertes Einkommen erzielen möchtest,
- nur nach einem schnellen „Geld-Trick“ suchst.
Vorteile und mögliche Nachteile
Vorteile
- über 230 Seiten nach aktuellem Anbieterstand
- acht unterschiedliche Praxisgeschichten
- für Einsteiger konzipiert
- 5-Schritte-Ansatz für das eigene Online-Business
- Business Model Canvas als Strukturierungshilfe
- digitale Bonusmaterialien
- aktuell Buchpreis 0 Euro zuzüglich Versand
Mögliche Nachteile
- kein vollständig fertiges Geschäftsmodell
- eigene Umsetzung bleibt erforderlich
- für Fortgeschrittene teilweise zu grundlegend
- hohe Einkommensbeispiele sind keine Garantie
- Versandkosten trotz „Gratis-Buch“
- mögliche weiterführende Angebote sollten separat bewertet werden
Meine Einschätzung zu Passives Einkommen Kickstart
Die größte Stärke des Buches liegt für mich nicht in einem Versprechen auf automatisches Einkommen.
Interessanter ist seine Funktion als Orientierung für Einsteiger.
Wer noch nicht weiß, ob Affiliate-Marketing, digitale Produkte, Online-Kurse oder ein anderes Modell infrage kommen, kann anhand unterschiedlicher Beispiele zunächst ein besseres Verständnis dafür entwickeln, welche Möglichkeiten überhaupt bestehen.
Positiv finde ich außerdem, dass mit Business Model Canvas, Checklisten und Arbeitsmaterialien versucht wird, den Schritt von der reinen Inspiration zur eigenen Planung zu erleichtern.
Die hohen Einkommensaussagen auf der Verkaufsseite würde ich allerdings nicht als Erwartungswert betrachten.
Meine Einordnung:
Passives Einkommen Kickstart ist vor allem ein Einstiegs- und Orientierungsbuch. Es kann Ideen liefern, Geschäftsmodelle verständlicher machen und dabei helfen, einen eigenen Startpunkt zu finden. Ein passives Einkommen entsteht dadurch aber noch nicht – dafür müssen die ausgewählten Ideen anschließend konsequent umgesetzt und zu einem funktionierenden System entwickelt werden.
Fazit: Orientierung statt automatischer Geldmaschine
„Passives Einkommen – Kickstart“ kann ein sinnvoller Ausgangspunkt sein, wenn du dich erstmals ernsthaft mit digitalen Einkommensquellen beschäftigst.
Die Kombination aus Praxisgeschichten, Grundlagen, Business Model Canvas, Aktionsplan und Bonusmaterialien bietet deutlich mehr Struktur als der bisherige Artikel erkennen ließ.
Gleichzeitig bleibt die wichtigste Erkenntnis bestehen: Passives Einkommen ist zu Beginn normalerweise nicht passiv.
Zuerst müssen Wissen, Inhalte, Angebote und Prozesse aufgebaut werden. Erst danach können Teile davon automatisiert funktionieren und Einnahmen erzeugen, ohne dass jede einzelne Transaktion wieder dieselbe Arbeitszeit benötigt.
Wer das Buch mit dieser Erwartung liest, kann daraus Orientierung und Ideen für die nächsten Schritte gewinnen.
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