Lexware Office: Online-Buchhaltung für Selbstständige und kleine Unternehmen

Rechnungen schreiben, Belege erfassen, Bankbewegungen zuordnen, die laufende Buchhaltung organisieren und Daten mit der Steuerkanzlei austauschen: Gerade für Selbstständige und kleine Unternehmen können diese Aufgaben schnell einen erheblichen Teil des Büroalltags ausmachen.

Lexware Office bündelt viele dieser Arbeitsschritte in einer cloudbasierten Lösung. Die Software richtet sich vor allem an Selbstständige, Freelancer, Existenzgründer und kleinere Unternehmen, die ihre kaufmännischen Abläufe digital organisieren möchten.

Dabei gibt es Lexware Office nicht nur in einer einzigen Ausführung. Mit den Versionen S, M, L und XL stehen unterschiedliche Funktionsumfänge zur Verfügung. Zusätzlich können beispielsweise Lohn & Gehalt und ein Geschäftskonto ergänzt werden.

In diesem Überblick schauen wir uns an, was Lexware Office bietet, wie sich die vier Versionen unterscheiden, welche Aufgaben sich damit erledigen lassen und für wen welche Variante sinnvoll sein kann.

Was ist Lexware Office?

Lexware Office ist eine Online-Lösung für kaufmännische Aufgaben und Buchhaltung. Die Anwendung läuft in der Cloud und kann über den Webbrowser sowie mobil über entsprechende Apps verwendet werden.

Abhängig von der gewählten Version lassen sich unter anderem folgende Aufgaben erledigen:

  • Belege digital erfassen und archivieren,
  • Angebote und Rechnungen erstellen,
  • E-Rechnungen verarbeiten,
  • Zahlungseingänge überwachen,
  • Mahnungen und Zahlungserinnerungen erstellen,
  • Bankkonten anbinden,
  • Einnahmen und Ausgaben organisieren,
  • die laufende Buchhaltung durchführen,
  • EÜR und Umsatzsteuer vorbereiten beziehungsweise verwalten,
  • Kunden und Lieferanten organisieren,
  • Daten mit der Steuerkanzlei austauschen
  • und je nach Tarif weitere Funktionen nutzen.

Der Funktionsumfang hängt wesentlich davon ab, ob Lexware Office S, M, L oder XL eingesetzt wird.

Für wen ist Lexware Office gedacht?

Lexware Office richtet sich vor allem an kleinere Unternehmen und Selbstständige, die ihre Büro- und Buchhaltungsprozesse digitalisieren möchten.

Typische Nutzer sind beispielsweise:

  • Freelancer,
  • Solo-Selbstständige,
  • Existenzgründer,
  • Handwerksbetriebe,
  • Dienstleister,
  • Agenturen,
  • kleinere Handelsunternehmen
  • und andere kleine bis mittlere Betriebe.

Je nach Geschäftsmodell kann Lexware Office dabei entweder nur für Belege und Rechnungen oder deutlich umfassender für die eigene Buchhaltung eingesetzt werden.

Lexware Office S, M, L und XL im Vergleich

Ein wichtiger Punkt bei der Auswahl ist die passende Version. Die vier Varianten bauen funktional aufeinander auf.

VersionSchwerpunktRegulärer Preis*
Lexware Office SBelegerfassung und Archivierung7,90 € / Monat
Lexware Office MAngebote, (E-)Rechnungen und Mahnungen12,90 € / Monat
Lexware Office LBuchhaltung, EÜR und Umsatzsteuer21,90 € / Monat
Lexware Office XLErweiterte Funktionen, besondere Rechnungstypen und API32,90 € / Monat

* Preise netto zuzüglich Mehrwertsteuer. Aktionspreise und zeitlich begrenzte Rabatte können abweichen. Maßgeblich ist immer das aktuelle Angebot des Anbieters.

Die Versionen sind nach aktuellen Anbieterangaben monatlich kündbar. Hosting, Datensicherung, Updates und Support sind Bestandteil des Angebots.

Lexware Office S: Belege und digitales Archiv

Lexware Office S bildet den Einstieg in die Produktfamilie.

Der Schwerpunkt liegt auf der digitalen Erfassung und Verwaltung von Belegen.

Damit eignet sich S beispielsweise für Selbstständige, die ihre Unterlagen nicht mehr in Papierordnern sammeln möchten und eine digitale Grundlage für die Zusammenarbeit mit der Steuerkanzlei benötigen.

Typische Einsatzbereiche sind:

  • Belege erfassen,
  • Dokumente digital archivieren,
  • Bankbewegungen berücksichtigen,
  • Unterlagen zentral organisieren
  • und Daten für die weitere Buchhaltung bereitstellen.

Wer dagegen selbst Angebote und Rechnungen erstellen möchte, sollte mindestens die Version M betrachten.

Lexware Office M: Rechnungen, Angebote und Mahnungen

Lexware Office M erweitert die Belegverwaltung um zentrale Funktionen für die Rechnungsstellung.

Dazu gehören insbesondere:

  • Angebote erstellen,
  • Rechnungen schreiben,
  • E-Rechnungen erstellen und verarbeiten,
  • Zahlungseingänge überwachen,
  • Zahlungserinnerungen erstellen
  • und Mahnungen verwalten.

Damit richtet sich M vor allem an Selbstständige und kleinere Unternehmen, die ihre Rechnungsprozesse digital abwickeln möchten, die eigentliche Buchhaltung aber möglicherweise weiterhin durch eine Steuerkanzlei erledigen lassen.

Lexware Office L: Buchhaltung selbst erledigen

Lexware Office L geht einen entscheidenden Schritt weiter.

Hier kommen Funktionen hinzu, mit denen Selbstständige und kleinere Unternehmen einen größeren Teil ihrer laufenden Buchhaltung selbst erledigen können.

Dazu gehören unter anderem Bereiche wie:

  • Buchhaltung,
  • Einnahmen und Ausgaben,
  • Einnahmenüberschussrechnung,
  • Umsatzsteuer,
  • Banking,
  • Anlagenverwaltung
  • und weitergehende Finanzübersichten.

Wer seine Buchhaltung weitgehend selbst organisiert, dürfte deshalb insbesondere L oder XL betrachten.

Lexware Office XL: erweiterter Funktionsumfang

Lexware Office XL ist die umfangreichste der vier regulären Versionen.

Sie richtet sich an Unternehmen, die zusätzliche Funktionen und komplexere Geschäftsprozesse benötigen.

Dazu gehören beispielsweise:

  • besondere Rechnungstypen,
  • EU-Rechnungen,
  • Abschlagsrechnungen,
  • Serienrechnungen,
  • erweiterte Kunden- und Kontaktfunktionen
  • und API-Funktionen.

XL ist damit insbesondere interessant, wenn Lexware Office nicht nur als Buchhaltungssoftware, sondern zunehmend als zentrale kaufmännische Plattform eingesetzt werden soll.

Welche Lexware-Office-Version passt zu wem?

Eine pauschale Empfehlung für alle Nutzer wäre wenig sinnvoll.

Vereinfacht lässt sich die Auswahl jedoch folgendermaßen einordnen:

  • S: wenn hauptsächlich Belege digitalisiert und mit der Steuerkanzlei ausgetauscht werden sollen.
  • M: wenn zusätzlich Angebote und Rechnungen selbst erstellt werden.
  • L: wenn ein größerer Teil der laufenden Buchhaltung selbst erledigt werden soll.
  • XL: wenn erweiterte Rechnungs-, Kunden- oder Integrationsfunktionen benötigt werden.

Vor dem Kauf sollte deshalb nicht nur auf den Preis geschaut werden, sondern auf die tatsächlich benötigten Geschäftsprozesse.

Rechnungen mit Lexware Office schreiben

Die Rechnungsstellung gehört zu den wichtigsten Einsatzbereichen von Lexware Office.

Angebote können erstellt und später in Rechnungen überführt werden. Zahlungseingänge lassen sich überwachen und bei ausstehenden Beträgen können Erinnerungen beziehungsweise Mahnungen erstellt werden.

Der Vorteil gegenüber einzelnen Word- oder Excel-Dateien liegt vor allem darin, dass Rechnungen, Kundendaten, Zahlungen und weitere Informationen innerhalb eines Systems miteinander verbunden sind.

E-Rechnungen mit Lexware Office

Das Thema E-Rechnung ist für Unternehmen in Deutschland erheblich wichtiger geworden.

Lexware Office unterstützt die Erstellung und Verarbeitung elektronischer Rechnungen in strukturierten Formaten.

Dazu gehören unter anderem verbreitete Formate wie:

  • XRechnung
  • und ZUGFeRD.

Eine echte E-Rechnung unterscheidet sich dabei von einer einfachen PDF-Rechnung. Die Rechnungsdaten liegen in einer strukturierten Form vor und können dadurch automatisiert verarbeitet werden.

Für Unternehmen ist dies besonders relevant, weil sich die gesetzlichen Anforderungen an den elektronischen Rechnungsaustausch schrittweise verschärfen.

Belege digital erfassen

Papierbelege manuell abzulegen und später in die Buchhaltung zu übertragen kostet Zeit.

Lexware Office ermöglicht es, Belege digital zu erfassen und zentral aufzubewahren.

Abhängig vom jeweiligen Arbeitsablauf können Dokumente beispielsweise:

  • hochgeladen,
  • mobil erfasst,
  • geordnet,
  • Transaktionen zugeordnet
  • und für die Buchhaltung weiterverarbeitet werden.

Gerade bei regelmäßig wiederkehrenden Belegen kann eine digitale Verarbeitung den administrativen Aufwand deutlich reduzieren.

Banking und Zahlungsabgleich

Eine weitere Stärke integrierter Buchhaltungssoftware ist die Verbindung zwischen Buchhaltung und Bankbewegungen.

Statt Zahlungseingänge separat im Onlinebanking zu kontrollieren und anschließend manuell in andere Systeme zu übertragen, können Bankbewegungen innerhalb der Software berücksichtigt und passenden Vorgängen zugeordnet werden.

Dadurch lässt sich beispielsweise schneller erkennen:

  • welche Rechnung bezahlt wurde,
  • welcher Betrag noch offen ist,
  • welche Ausgaben angefallen sind
  • und welche Vorgänge noch bearbeitet werden müssen.

Lexware Office und die laufende Buchhaltung

Mit den umfangreicheren Versionen lässt sich Lexware Office nicht nur als Rechnungsprogramm, sondern als echte Buchhaltungslösung einsetzen.

Damit können Einnahmen, Ausgaben, Belege und Bankbewegungen innerhalb eines zusammenhängenden Systems verarbeitet werden.

Gerade für kleinere Unternehmen kann das den Vorteil haben, dass Informationen nicht mehrfach zwischen unterschiedlichen Programmen übertragen werden müssen.

EÜR und Umsatzsteuer

Für viele Selbstständige und kleinere Unternehmen ist die Einnahmenüberschussrechnung ein zentraler Bestandteil der steuerlichen Gewinnermittlung.

Lexware Office L und XL stellen hierfür entsprechende Buchhaltungsfunktionen bereit.

Auch Umsatzsteuerdaten können im System verarbeitet werden.

Welche steuerlichen Aufgaben selbst übernommen werden und welche weiterhin durch eine Steuerkanzlei erledigt werden, hängt jedoch vom Unternehmen und der individuellen Situation ab.

Zusammenarbeit mit dem Steuerberater

Lexware Office ist auch für die Zusammenarbeit mit Steuerkanzleien ausgelegt.

Statt Belege regelmäßig als Papierstapel oder über verschiedene Dateiordner auszutauschen, können digitale Daten und Dokumente innerhalb eines strukturierten Prozesses bereitgestellt werden.

Der Steuerberaterzugang ist nach Anbieterangaben Bestandteil der Lexware-Office-Versionen.

Das kann insbesondere dann sinnvoll sein, wenn:

  • das Unternehmen Rechnungen selbst schreibt,
  • Belege selbst digitalisiert werden,
  • die eigentliche Buchhaltung aber teilweise oder vollständig bei der Steuerkanzlei bleibt.

Damit muss die Entscheidung nicht zwangsläufig zwischen „alles selbst machen“ und „alles dem Steuerberater überlassen“ getroffen werden.

DATEV und Datenaustausch

Da viele Steuerkanzleien mit DATEV arbeiten, spielt auch der Datenaustausch eine wichtige Rolle.

Lexware Office bietet verschiedene Möglichkeiten, Daten und Belege für die weitere Verarbeitung in einer Steuerkanzlei bereitzustellen.

Damit kann die Online-Buchhaltung auf Unternehmensseite mit etablierten Kanzleiprozessen verbunden werden.

Kunden und Lieferanten verwalten

Lexware Office enthält außerdem Funktionen zur Verwaltung von Kunden und Lieferanten.

Damit können Stammdaten direkt mit Angeboten, Rechnungen und anderen Vorgängen verbunden werden.

Je nach Tarif stehen zusätzliche Funktionen zur Verfügung.

So können beispielsweise:

  • Kontakte organisiert,
  • Notizen hinterlegt,
  • Aktivitäten dokumentiert,
  • Dateien einem Kontakt zugeordnet,
  • Aufgaben und Erinnerungen verwaltet
  • und Informationen zentral gesammelt werden.

Wichtig ist dabei die Tarifabgrenzung: Einzelne Kontaktfunktionen stehen bereits in niedrigeren Versionen zur Verfügung, der volle Funktionsumfang des Kontaktmanagers ist nach aktuellen Lexware-Angaben Bestandteil von XL.

Lexware Office App: Buchhaltung unterwegs

Da Lexware Office cloudbasiert arbeitet, ist die Nutzung nicht auf einen einzelnen Büro-PC beschränkt.

Mit der mobilen Anwendung können bestimmte Aufgaben auch unterwegs erledigt werden.

Das kann beispielsweise praktisch sein, um:

  • Belege unmittelbar zu erfassen,
  • Informationen einzusehen,
  • Geschäftsvorgänge unterwegs zu kontrollieren
  • oder notwendige Daten auch außerhalb des Büros verfügbar zu haben.

Gerade Selbstständige, die häufig unterwegs arbeiten, profitieren davon stärker als Unternehmen mit ausschließlich stationären Büroarbeitsplätzen.

Neu beziehungsweise stärker ausgebaut: Lohn & Gehalt

Lexware Office kann inzwischen auch um eine Lohn- und Gehaltsabrechnung ergänzt werden.

Das Modul wird optional zu den regulären Lexware-Office-Versionen angeboten.

Es unterstützt unter anderem:

  • Mitarbeiterdaten,
  • Lohn- und Gehaltsabrechnungen,
  • steuerliche Meldungen,
  • Sozialversicherungsmeldungen
  • und die Verbuchung entsprechender Personalkosten.

Der reguläre Einstiegspreis für das Zusatzmodul liegt aktuell bei 12,90 € netto pro Monat. Aktionspreise können zeitweise niedriger sein.

Für bestimmte Beschäftigungsarten und Sonderfälle gelten allerdings Einschränkungen. Unternehmen mit besonderen Abrechnungssituationen sollten deshalb vorab prüfen, ob der eigene Anwendungsfall vollständig unterstützt wird.

Lexware Geschäftskonto

Zusätzlich bietet Lexware inzwischen ein integriertes Geschäftskonto an.

Das Konto kann in Kombination mit einer Lexware-Office-Version von S bis XL verwendet werden.

Dadurch können Banking und Buchhaltung enger miteinander verzahnt werden.

Aktuell stehen zwei Kontomodelle zur Verfügung:

GeschäftskontoPreis*
Solo9,90 € / Monat
Plus19,90 € / Monat

* Aktuelle Anbieterpreise. Konditionen können sich ändern.

Zu den grundlegenden Merkmalen gehören unter anderem eine deutsche IBAN, Banking-Funktionen und die Integration in Lexware Office.

Ob das Geschäftskonto sinnvoll ist, hängt davon ab, ob bereits ein anderes Geschäftskonto genutzt wird und wie wichtig eine möglichst enge Integration zwischen Zahlungsverkehr und Buchhaltung ist.

Welche Vorteile hat eine integrierte Lösung?

Der wichtigste Vorteil von Lexware Office liegt weniger in einer einzelnen Funktion als in der Verbindung verschiedener Arbeitsbereiche.

Statt beispielsweise:

  • Rechnungen in einem Programm zu schreiben,
  • Belege in einem anderen System zu speichern,
  • Kontobewegungen separat zu kontrollieren,
  • Kundendaten in einer weiteren Anwendung zu pflegen
  • und Unterlagen anschließend manuell an die Steuerkanzlei zu übertragen,

können viele dieser Prozesse innerhalb einer Plattform zusammengeführt werden.

Das reduziert Medienbrüche und kann die Fehleranfälligkeit bei manuellen Übertragungen senken.

30 Tage kostenlos testen

Lexware bietet für Lexware Office aktuell eine 30-tägige kostenlose Testphase an.

Nach Angaben des Anbieters genügt dafür eine E-Mail-Adresse. Ein Zahlungsmittel muss für den Test nicht hinterlegt werden.

Besonders angenehm ist, dass der Testzeitraum nach 30 Tagen automatisch endet.

Es entsteht dadurch nicht automatisch ein kostenpflichtiges Abonnement.

Damit kann man vor einer Kaufentscheidung prüfen, ob Bedienung und Funktionsumfang zum eigenen Arbeitsablauf passen.

Monatlich kündbar

Die regulären Lexware-Office-Versionen werden aktuell monatlich angeboten und sind monatlich kündbar.

Damit bindet man sich nicht automatisch für mehrere Jahre an die Software.

Wie bei allen Software-Abonnements sollten die jeweils aktuellen Vertragsbedingungen vor Abschluss trotzdem noch einmal geprüft werden.

Datensicherung und Cloud-Betrieb

Bei einer cloudbasierten Buchhaltung werden sensible Unternehmens- und Finanzdaten verarbeitet.

Datenschutz und Datensicherheit sind deshalb besonders wichtig.

Lexware nennt unter anderem:

  • Hosting in professionellen Rechenzentren,
  • regelmäßige Datensicherungen,
  • automatische Softwareupdates,
  • Datenschutzmaßnahmen
  • und Sicherheitsstandards für den Betrieb der Plattform.

Der Vorteil eines Cloud-Systems besteht unter anderem darin, dass Unternehmen nicht selbst Updates oder lokale Installationen auf einzelnen Arbeitsplätzen pflegen müssen.

GoBD und revisionssichere Prozesse

Bei Buchhaltungsunterlagen reicht es nicht aus, Dokumente lediglich irgendwo digital zu speichern.

Geschäftliche Aufzeichnungen müssen den gesetzlichen Anforderungen entsprechen und nachvollziehbar aufbewahrt werden.

Lexware Office ist deshalb auf GoBD-konforme Prozesse und die entsprechende Archivierung ausgerichtet.

Das ist insbesondere bei Rechnungen und steuerlich relevanten Belegen wichtig.

Automatische Updates als Vorteil einer Cloud-Lösung

Steuerliche und gesetzliche Anforderungen ändern sich regelmäßig.

Bei lokal installierter Software mussten Aktualisierungen früher häufig manuell installiert werden.

Bei einer Cloud-Lösung wie Lexware Office werden neue Versionen und Anpassungen zentral bereitgestellt.

Dadurch arbeitet der Nutzer grundsätzlich mit der jeweils aktuellen Softwareversion.

Wo liegen die Stärken von Lexware Office?

Aus unserer Sicht sprechen insbesondere folgende Punkte für die Lösung:

  • Breites Funktionsspektrum: Belege, Rechnungen, Banking und Buchhaltung können miteinander verbunden werden.
  • Vier Versionen: der Funktionsumfang lässt sich relativ gut an den tatsächlichen Bedarf anpassen.
  • E-Rechnungen: moderne elektronische Rechnungsformate werden unterstützt.
  • Cloud-Nutzung: keine klassische lokale Installation erforderlich.
  • Mobile Nutzung: verschiedene Aufgaben können auch unterwegs erledigt werden.
  • Steuerberater-Anbindung: Unternehmen und Kanzlei können digital zusammenarbeiten.
  • DATEV-Bezug: Daten können in etablierte Kanzleiprozesse überführt werden.
  • Monatliche Kündigung: überschaubare Vertragsbindung.
  • 30-Tage-Test: das System kann vor dem Kauf ausprobiert werden.
  • Erweiterbar: Lohn & Gehalt sowie Geschäftskonto können je nach Bedarf ergänzt werden.

Welche Nachteile sollte man berücksichtigen?

Keine Buchhaltungssoftware passt automatisch zu jedem Unternehmen.

Zu den Punkten, die vor einer Entscheidung berücksichtigt werden sollten, gehören:

  • Laufende Kosten: als Cloud-Software verursacht Lexware Office dauerhaft monatliche Gebühren.
  • Funktionsumfang abhängig vom Tarif: interessante Funktionen können einen höheren Tarif erforderlich machen.
  • Cloud-Abhängigkeit: die Lösung setzt eine funktionierende Online-Infrastruktur voraus.
  • Einarbeitung: auch benutzerfreundliche Buchhaltungssoftware erfordert ein Verständnis der eigenen Prozesse.
  • Steuerliches Wissen bleibt relevant: Software ersetzt nicht automatisch fachliche Beratung.
  • Spezielle Anforderungen: sehr komplexe Unternehmen können zusätzliche Systeme oder individuelle Schnittstellen benötigen.

Ersetzt Lexware Office einen Steuerberater?

Nicht grundsätzlich.

Lexware Office kann zahlreiche Aufgaben automatisieren und vereinfachen. Das bedeutet aber nicht, dass steuerliche Beratung dadurch überflüssig wird.

Viele Selbstständige nutzen ein Mischmodell:

  • Rechnungen selbst erstellen,
  • Belege digital erfassen,
  • Bankbewegungen selbst zuordnen
  • und anschließend die Steuerkanzlei auf die aufbereiteten Daten zugreifen lassen.

Andere Nutzer erledigen mit L oder XL einen deutlich größeren Teil der laufenden Buchhaltung selbst.

Welche Variante sinnvoll ist, hängt unter anderem von Rechtsform, Unternehmensgröße, Fachkenntnissen und Komplexität der Geschäftsvorgänge ab.

Lexware Office oder Word und Excel?

Bei wenigen Rechnungen wirken Word oder Excel zunächst besonders einfach.

Mit zunehmender Zahl an Kunden und Geschäftsvorgängen entstehen jedoch schnell Nachteile:

  • Rechnungsnummern müssen kontrolliert werden,
  • Zahlungseingänge werden separat verfolgt,
  • Kundendaten liegen möglicherweise mehrfach vor,
  • Belege und Rechnungen müssen manuell zusammengeführt werden
  • und Daten müssen später erneut für die Buchhaltung aufbereitet werden.

Ein integriertes Rechnungs- und Buchhaltungssystem kann diese Schritte miteinander verbinden.

Der Vorteil liegt deshalb weniger darin, dass eine einzelne Rechnung schneller geschrieben wird, sondern darin, dass der gesamte Prozess strukturierter wird.

Lexware Office oder mehrere Einzellösungen?

Eine Alternative besteht darin, für jede Aufgabe eine spezialisierte Software einzusetzen.

Das kann für Unternehmen mit besonderen Anforderungen durchaus sinnvoll sein.

Dann müssen jedoch häufig verschiedene Systeme miteinander verbunden werden.

Lexware Office verfolgt stattdessen einen Plattformansatz: möglichst viele typische kaufmännische Prozesse kleiner Unternehmen sollen innerhalb eines zusammenhängenden Systems abgebildet werden.

Für kleine Unternehmen kann dieser Ansatz einfacher sein als eine individuell aufgebaute Softwarelandschaft.

Für wen eignet sich Lexware Office besonders?

Lexware Office kann besonders interessant sein für:

  • Selbstständige, die ihre Büroarbeit digitalisieren möchten,
  • Freelancer mit regelmäßigem Rechnungsaufkommen,
  • Existenzgründer, die von Anfang an strukturierte Prozesse aufbauen möchten,
  • kleine Unternehmen, die Rechnungen, Belege und Banking verbinden wollen,
  • Unternehmen, die digital mit ihrer Steuerkanzlei zusammenarbeiten,
  • Nutzer, die E-Rechnungen erstellen und verarbeiten müssen
  • und Betriebe, die ihre Buchhaltung schrittweise stärker selbst übernehmen möchten.

Für wen ist Lexware Office möglicherweise weniger geeignet?

Weniger passend kann Lexware Office sein, wenn:

  • sehr komplexe ERP-Prozesse benötigt werden,
  • umfangreiche Produktions- oder Warenwirtschaftsfunktionen im Mittelpunkt stehen,
  • hochgradig individuelle Unternehmensprozesse vorhanden sind,
  • eine vollständig lokale Software ohne Cloud-Nutzung zwingend erforderlich ist
  • oder bereits eine umfangreiche Unternehmenssoftware sämtliche Prozesse abdeckt.

Welche Version würden wir auswählen?

Die Auswahl sollte immer vom tatsächlichen Arbeitsablauf abhängen.

Wer lediglich Belege organisiert und den Rest an die Steuerkanzlei übergibt, benötigt wahrscheinlich keinen XL-Tarif.

Wer dagegen selbst Rechnungen schreibt, seine laufende Buchhaltung erledigt, verschiedene Rechnungstypen benötigt und zusätzliche Integrationen einsetzen möchte, kommt mit einer kleinen Einstiegsversion möglicherweise schnell an Grenzen.

Deshalb würden wir die Entscheidung nicht allein anhand des monatlichen Preisunterschieds treffen.

Wichtiger ist die Frage:

Welche Aufgaben sollen tatsächlich mit Lexware Office erledigt werden?

Danach lässt sich die passende Version meist relativ eindeutig eingrenzen.

Unsere Einschätzung zu Lexware Office

Lexware Office gehört zu den Lösungen, die nicht nur eine einzelne kaufmännische Aufgabe abdecken, sondern verschiedene Prozesse miteinander verbinden.

Gerade für Selbstständige und kleine Unternehmen ist das interessant, weil dort häufig dieselbe Person gleichzeitig Rechnungen schreibt, Belege organisiert, Zahlungen kontrolliert und Unterlagen für den Steuerberater vorbereitet.

Die Staffelung in S, M, L und XL ist dabei sinnvoll, weil nicht jeder Nutzer eine vollständige Buchhaltungsumgebung benötigt.

Positiv ist außerdem, dass sich die Plattform weiterentwickelt hat. Neben klassischen Bereichen wie Rechnungsstellung, Buchhaltung und Steuerberater-Zusammenarbeit gehören inzwischen auch umfangreichere Kontaktfunktionen, optionale Lohnabrechnung und ein integrierbares Geschäftskonto zum Ökosystem.

Dadurch kann Lexware Office mit steigenden Anforderungen mitwachsen, ohne dass von Anfang an sämtliche Funktionen bezahlt werden müssen.

Fazit: Lohnt sich Lexware Office?

Lexware Office ist vor allem für Selbstständige und kleinere Unternehmen interessant, die Rechnungen, Belege, Banking und Buchhaltung stärker miteinander verbinden möchten.

Der entscheidende Vorteil liegt nicht in einer einzelnen Funktion, sondern in der zentralen Organisation verschiedener kaufmännischer Prozesse.

Mit den vier Versionen S, M, L und XL lässt sich der Funktionsumfang relativ gut an den eigenen Bedarf anpassen.

Wer lediglich Belege digital erfassen möchte, kann mit S beginnen. Für Angebote und Rechnungen ist M interessanter. Wer seine laufende Buchhaltung weitgehend selbst erledigen möchte, sollte sich insbesondere L ansehen. XL richtet sich an Nutzer mit weitergehenden Anforderungen, besonderen Rechnungstypen, erweiterten Kontaktfunktionen oder Integrationsbedarf.

Zusätzliche Angebote wie Lohn & Gehalt und das Lexware Geschäftskonto erweitern die Plattform inzwischen über die klassische Online-Buchhaltung hinaus.

Besonders sinnvoll ist die kostenlose Testphase: Lexware Office kann aktuell 30 Tage ausprobiert werden, ohne dass daraus automatisch ein kostenpflichtiges Abonnement entsteht.

Unsere Einschätzung: Für Selbstständige, Freelancer und kleine Unternehmen, die ihre kaufmännischen Abläufe digitalisieren und möglichst viele Arbeitsschritte in einem System bündeln möchten, ist Lexware Office eine interessante Lösung. Welche Version sinnvoll ist, sollte allerdings immer anhand der tatsächlich benötigten Funktionen entschieden werden.

Hinweis: Preise, Aktionsangebote, Funktionsumfang und Tarifbedingungen von Software können sich ändern. Maßgeblich sind immer die aktuellen Angaben des Anbieters zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses.

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