Hollyland Kameras im Überblick: Astra P1, Lyra, VenusLiv Air und VenusLiv V2
Hollyland ist vor allem für Funkmikrofone, drahtlose Videoübertragung und Intercom-Systeme bekannt. Inzwischen gehört jedoch auch eine eigene Kamera-Sparte zum Sortiment. Dabei handelt es sich nicht um vier nahezu identische Modelle, sondern um Lösungen für deutlich unterschiedliche Einsatzbereiche.
Mit der Astra P1 bietet Hollyland eine professionelle PTZ-Kamera für größere Räume, Veranstaltungen und Liveproduktionen. Die Lyra ist dagegen eine kompakte 4K-Webcam für Meetings, Streaming und Desktop-Setups. VenusLiv Air richtet sich stärker an Livestream-Produzenten, die eine eigenständige Streaming-Kamera mit umfangreichen Anschluss- und Steuerungsmöglichkeiten suchen. Die VenusLiv V2 geht noch weiter in Richtung All-in-One-Livestreaming mit integriertem Display, Apps und optischem Zoom.
Dieser Überblick zeigt die wichtigsten Unterschiede der vier Hollyland-Kameras und hilft dabei, das passende Konzept für den jeweiligen Einsatzbereich einzuordnen.
Welche Kameras bietet Hollyland an?
Im europäischen Hollyland-Shop werden aktuell vier Kameramodelle beziehungsweise Kamerafamilien geführt:

- Astra P1: professionelle PTZ-Kamera mit 4K60 und 30-fachem optischem Zoom.
- Lyra: 4K-Webcam für Meetings, Streaming und Content Creation.
- VenusLiv Air: kompakte Livestream-Kamera mit 4K30, UVC, HDMI und direktem Streaming.
- VenusLiv V2: umfangreiche All-in-One-Livestream-Kamera mit integriertem Display, Apps und 6-fachem Gesamtzoom.
Die Modelle unterscheiden sich damit nicht nur bei Preis und Ausstattung. Sie sind für unterschiedliche Produktionsarten konzipiert.
Die Hollyland-Kameras im Vergleich
| Modell | Konzept | Typischer Einsatz |
|---|---|---|
| Astra P1 | Professionelle PTZ-Kamera mit 4K60 und 30x optischem Zoom | Kirchen, Hallen, Bühnen, Veranstaltungen und professionelle Liveproduktionen |
| Lyra | 4K-Webcam mit großem Sensor und KI-Funktionen | Meetings, Desktop-Streaming, Präsentationen und Content Creation |
| VenusLiv Air | 4K-Livestream-Kamera mit USB, HDMI und direktem Streaming | Livestreams, Produktpräsentationen und kleinere Studios |
| VenusLiv V2 | All-in-One-Streaming-Kamera mit Apps, Display und optischem Zoom | Professionelle Livestreams, Verkaufsshows und eigenständige Streaming-Setups |
Hollyland Astra P1: professionelle PTZ-Kamera
Die Astra P1 unterscheidet sich grundlegend von den anderen Hollyland-Kameras. Sie ist eine motorisierte PTZ-Kamera. PTZ steht für Pan, Tilt und Zoom – also Schwenken, Neigen und Zoomen.
Eine solche Kamera kann aus der Entfernung gesteuert werden und eignet sich besonders für fest installierte Produktionsumgebungen. Typische Beispiele sind Kirchen, Veranstaltungsräume, Konferenzsäle, Bühnen oder andere Liveproduktionen.
Hollyland spezifiziert die Astra P1 mit UHD 4K60, einem 1/1,8-Zoll-CMOS-Sensor und einem 30-fachen optischen Zoom. Zusätzlich steht ein digitaler Zoom zur Verfügung.
Warum ist der 30-fache optische Zoom interessant?
Ein großer optischer Zoom ist vor allem in größeren Räumen relevant. Die Kamera kann weit vom eigentlichen Motiv entfernt montiert werden und trotzdem Nahaufnahmen erzeugen.
Das ist beispielsweise in einer Kirche, einem Auditorium oder auf einer Bühne interessant. Eine Kamera kann dort dauerhaft an einer geeigneten Position installiert werden, ohne unmittelbar vor dem Sprecher oder Künstler stehen zu müssen.
Im Gegensatz zu rein digitalem Zoom wird beim optischen Zoom die Brennweite des Objektivs verändert. Dadurch bleibt die native Bildauflösung deutlich besser erhalten.
AI Auto Tracking bei der Astra P1
Die Astra P1 unterstützt KI-gestütztes automatisches Tracking. Die Kamera kann einen Präsentierenden beziehungsweise eine Person verfolgen und die Bildkomposition entsprechend anpassen.
Das kann besonders dann hilfreich sein, wenn eine Person während einer Präsentation, Predigt oder Bühnenveranstaltung ihre Position verändert.
Eine fest montierte Kamera muss dadurch nicht zwangsläufig permanent von einer eigenen Person nachgeführt werden.
Face Detection AE
Hollyland integriert außerdem eine automatische Belichtungssteuerung mit Gesichtserkennung.
Dadurch soll die Belichtung stärker an der relevanten Person im Bild ausgerichtet werden. Das kann bei Bühnenbeleuchtung oder wechselnden Lichtverhältnissen hilfreich sein, bei denen sich die Helligkeit innerhalb des Bildes stark verändert.
NDI HX3 und professionelle Netzwerkintegration
Die Astra P1 unterstützt NDI HX3. Damit kann das Videosignal über ein IP-Netzwerk übertragen werden.
Für professionelle Liveproduktionen ist das besonders interessant, weil Kamera-, Steuerungs- und Videosysteme zunehmend über Netzwerkstrukturen miteinander verbunden werden.
Hollyland gibt außerdem Unterstützung für verschiedene Streaming- und Steuerungsprotokolle an.
PoE+ reduziert die Verkabelung
Die Astra P1 unterstützt PoE+. Dadurch können Stromversorgung und Netzwerkverbindung über ein gemeinsames Ethernet-Kabel realisiert werden.
Bei fest installierten Kameras kann das die Verkabelung vereinfachen. Besonders bei Decken- oder Wandmontage ist jedes eingesparte Kabel praktisch.
HDMI, SDI, USB und LAN
Die Astra P1 bietet verschiedene Schnittstellen für professionelle Produktionsumgebungen.
Dazu gehören unter anderem:
- HDMI 2.0
- 3G-SDI
- USB
- Gigabit-Ethernet
Dadurch kann die Kamera in unterschiedliche Video-, Streaming- und Broadcast-Workflows integriert werden.
Für wen eignet sich die Astra P1?
Die Astra P1 richtet sich vor allem an Anwender, die eine fest installierbare, fernsteuerbare Kamera benötigen.
Besonders interessant ist sie beispielsweise für:
- Kirchen und Gemeindesäle
- Veranstaltungshallen
- Konferenzen
- Bühnenproduktionen
- professionelle Livestreams
- Studios mit PTZ-Kameras
Für eine einfache Webcam-Anwendung am Schreibtisch wäre eine solche PTZ-Kamera dagegen normalerweise deutlich überdimensioniert.
Hollyland Lyra: 4K-Webcam für Meetings und Streaming
Die Hollyland Lyra verfolgt ein vollständig anderes Konzept. Sie ist eine kompakte 4K-Webcam für den Einsatz am Computer.
Hollyland verwendet einen 1/1,5-Zoll-CMOS-Sensor und gibt eine Sensorauflösung von 50 Megapixeln an. Video wird mit bis zu 4K bei 30 Bildern pro Sekunde ausgegeben.
Damit richtet sich Lyra unter anderem an Videokonferenzen, Livestreams, Präsentationen und Content Creator, die eine hochwertige Kamera direkt am Desktop einsetzen möchten.
Großer Sensor für eine Webcam
Der 1/1,5-Zoll-Sensor ist für eine Webcam vergleichsweise groß. Ein größerer Sensor kann mehr Licht aufnehmen und bietet insbesondere bei schwierigeren Lichtbedingungen Vorteile.
Hollyland kombiniert den Sensor mit einer F1.8-Blende.
Dadurch kann die Kamera auch bei weniger idealer Raumbeleuchtung eingesetzt werden, ohne dass zwangsläufig eine umfangreiche Studiobeleuchtung erforderlich ist.
PDAF-Autofokus
Lyra arbeitet mit Phasendetektions-Autofokus, kurz PDAF.
Der Fokus kann dadurch schnell auf Veränderungen reagieren, wenn sich eine Person bewegt oder ein Gegenstand vor die Kamera gehalten wird.
Gerade bei Produktpräsentationen oder Schulungen kann das sinnvoll sein, weil die Kamera zwischen Sprecher und präsentierten Gegenständen fokussieren muss.
KI-Tracking und automatische Bildgestaltung
Hollyland integriert bei Lyra KI-Funktionen für Tracking und automatische Bildgestaltung.
Die Kamera kann den Sprecher verfolgen und die Bildkomposition anpassen. Das ist beispielsweise hilfreich, wenn sich eine Person während einer Präsentation innerhalb eines kleineren Bereichs bewegt.
HollyStudio zur Kamerasteuerung
Lyra kann über die HollyStudio-Software konfiguriert werden.
Dort lassen sich verschiedene Bildparameter wie Fokus, ISO, Weißabgleich, Helligkeit und Kontrast anpassen.
Zusätzlich stehen softwarebasierte Funktionen zur Hintergrundbearbeitung und Bildoptimierung zur Verfügung.
Integriertes Mikrofon und LARK-A1-Anbindung
Lyra verfügt über eine eigene Audiolösung und kann zusätzlich mit dem Hollyland LARK A1 zusammenarbeiten.
Damit lässt sich das Kamerabild mit einem drahtlosen Mikrofonsystem kombinieren, wenn die integrierte Tonaufnahme für den jeweiligen Einsatz nicht ausreicht.
Für Meetings und einfache Streams kann das interne Mikrofon praktisch sein. Bei anspruchsvolleren Sprachaufnahmen ist ein separates Mikrofon jedoch häufig die flexiblere Lösung.
Für wen eignet sich Hollyland Lyra?
Lyra ist besonders interessant für:
- Videokonferenzen
- Homeoffice
- Online-Schulungen
- Desktop-Livestreams
- Webinare
- Content Creator am PC
- Produktpräsentationen am Schreibtisch
Wer keine motorisierte PTZ-Kamera oder eigenständige Streaming-Plattform benötigt, erhält damit eine deutlich kompaktere Lösung.
Hollyland VenusLiv Air: kompakte Livestream-Kamera
Die VenusLiv Air ist stärker auf Livestreaming ausgerichtet als Lyra.
Hollyland verwendet einen 1/1,3-Zoll-CMOS-Sensor und ein Objektiv mit einer Blende von F1.05. Das System unterstützt 4K-Bildausgabe und ist für längere Streaming-Sessions ausgelegt.
VenusLiv Air kann sowohl mit einem Computer als auch in bestimmten Streaming-Konfigurationen eigenständig eingesetzt werden.
4K30 über USB ohne Capture Card
Über USB 3.0 unterstützt VenusLiv Air 4K30-UVC-Streaming.
UVC ermöglicht es, die Kamera an einem kompatiblen Computer ähnlich wie eine Webcam zu verwenden. Laut Hollyland ist dafür keine zusätzliche klassische Capture Card erforderlich.
Das kann ein Streaming-Setup vereinfachen, weil weniger Hardware zwischen Kamera und Rechner benötigt wird.
HDMI 2.0 für Videomischer und Monitoring
Zusätzlich verfügt VenusLiv Air über einen HDMI-2.0-Ausgang.
Dadurch kann das Kamerasignal beispielsweise an einen Videomischer oder einen externen Monitor weitergegeben werden.
Das macht VenusLiv Air flexibler als eine reine USB-Webcam.
Streaming auch ohne Computer
Eine der interessantesten Funktionen der VenusLiv Air ist das direkte Streaming ohne separaten Computer.
Hollyland ermöglicht das Streaming zu unterstützten Plattformen über die Kamera selbst. Dadurch kann ein kompakteres Produktionssystem aufgebaut werden.
Die Kamera unterstützt außerdem das gleichzeitige Streaming zu zwei Plattformen.
Steuerung per App und Computer
VenusLiv Air kann aus der Entfernung überwacht und gesteuert werden.
Dazu stehen laut Hollyland sowohl mobile als auch Desktop-basierte Steuerungsmöglichkeiten zur Verfügung.
Das kann besonders bei kleinen Studios hilfreich sein, wenn sich die Kamera nicht unmittelbar neben dem Bedienplatz befindet.
Für wen eignet sich VenusLiv Air?
VenusLiv Air ist besonders interessant für Anwender, die einen klaren Schwerpunkt auf Livestreaming legen.
Mögliche Einsatzbereiche sind:
- Produkt-Livestreams
- Online-Verkauf und Präsentationen
- YouTube- und Social-Media-Livestreams
- Webinare
- kleine Studios
- mehrstündige Streaming-Produktionen
Hollyland VenusLiv V2: All-in-One für Livestreaming
Die VenusLiv V2 ist innerhalb der Hollyland-Kameraserie besonders stark als eigenständiges Livestream-System ausgelegt.
Hollyland unterstützt 4K30, integrierte Streaming-Apps, WLAN und LAN sowie horizontale und vertikale Ausgabe.
Dadurch kann die Kamera für unterschiedliche Streaming-Plattformen und Produktionsformate eingesetzt werden.
Integrierte Apps und One-Tap-Streaming
VenusLiv V2 verfügt über integrierte Apps für Streaming-Anwendungen.
Das Ziel ist, einen Stream direkt über die Kamera zu starten, ohne für jeden Einsatz einen kompletten Computer-Workflow aufbauen zu müssen.
Gerade für regelmäßig wiederkehrende Livestreams kann das den Produktionsablauf vereinfachen.
4K30 und lichtstarkes Objektiv
Die VenusLiv V2 arbeitet laut Hollyland mit 12 Megapixeln effektiver Auflösung und unterstützt 4K30-Streaming.
Das Objektiv besitzt eine maximale Blende von F1.2.
Die relativ große Blendenöffnung ist insbesondere bei Innenaufnahmen und kontrollierten Studioumgebungen interessant.
6-facher Zoom
Die VenusLiv V2 bietet einen insgesamt 6-fachen Zoom.
Dieser setzt sich laut Hersteller aus einem 3-fachen optischen Zoom und einem 2-fachen digitalen Zoom zusammen.
Der optische Zoom ist besonders interessant für Produktpräsentationen, weil sich Bildausschnitte verändern lassen, ohne ausschließlich digital in das Bild hineinzurechnen.
Schneller Hybrid-Autofokus
VenusLiv V2 verfügt über einen schnellen Hybrid-Autofokus.
Das ist beispielsweise hilfreich, wenn während eines Livestreams zwischen einer Person und Produkten beziehungsweise anderen Objekten gewechselt wird.
Der Fokus kann dadurch automatisch an unterschiedliche Entfernungen angepasst werden.
Integriertes Display
Die Kamera besitzt ein eigenes Display, über das Einstellungen und Bildkontrolle direkt vorgenommen werden können.
Damit unterscheidet sich VenusLiv V2 von einer klassischen Webcam, die für praktisch jede Einstellung einen angeschlossenen Computer benötigt.
Greenscreen und Bildbearbeitung in der Kamera
VenusLiv V2 bietet verschiedene Funktionen zur direkten Bildgestaltung.
Dazu gehören unter anderem:
- Greenscreen-Funktionen
- Bildüberlagerungen
- gespeicherte Szeneneinstellungen
- Farbkorrektur
Damit können bestimmte Anpassungen bereits innerhalb des Kamerasystems vorgenommen werden, ohne sämtliche Arbeit an eine externe Streaming-Software auszulagern.
Gespeicherte Szenen für wiederkehrende Produktionen
Bei regelmäßigen Livestreams werden häufig ähnliche Einstellungen verwendet.
VenusLiv V2 kann verschiedene Parameter als Szenen speichern. Dazu gehören beispielsweise ISO, Schärfe, Verschlusszeit, Weißabgleich und Zoom.
Das kann bei wiederkehrenden Produktionen Zeit sparen, weil nicht sämtliche Einstellungen vor jedem Stream erneut eingerichtet werden müssen.
VenusLiv Air oder VenusLiv V2?
Beide Modelle richten sich primär an Livestream-Anwendungen, unterscheiden sich aber beim Umfang der Eigenständigkeit.
VenusLiv Air bietet eine kompakte Streaming-Lösung mit starkem Sensor, USB-UVC, HDMI und direktem Streaming.
VenusLiv V2 geht stärker in Richtung vollständiges All-in-One-System. Integrierte Apps, eigenes Display, optischer Zoom und kamerainterne Bearbeitungsfunktionen machen die Kamera unabhängiger von zusätzlicher Hardware und Software.
Wer bereits mit Computer, Streaming-Software und externen Geräten arbeitet, kann mit VenusLiv Air auskommen. Wer möglichst viele Funktionen direkt innerhalb der Kamera nutzen möchte, sollte VenusLiv V2 genauer betrachten.
Lyra oder VenusLiv Air?
Lyra und VenusLiv Air können beide für Streaming verwendet werden, verfolgen jedoch unterschiedliche Konzepte.
Lyra ist primär eine hochwertige Webcam. Sie wird direkt am Computer betrieben und passt besonders gut zu Meetings, Webinaren und Desktop-Produktionen.
VenusLiv Air ist stärker als eigenständige Streaming-Kamera konzipiert. Sie bietet zusätzlich HDMI-Ausgabe und kann auch ohne klassischen PC-Streaming-Aufbau eingesetzt werden.
Für einen festen Arbeitsplatz am Computer ist Lyra deshalb häufig die einfachere Lösung. Für ein eigenständigeres Livestream-Studio bietet VenusLiv Air mehr Möglichkeiten.
Astra P1 oder VenusLiv V2?
Diese beiden Modelle liegen technisch und konzeptionell weit auseinander.
Astra P1 ist eine professionelle PTZ-Kamera mit 30-fachem optischem Zoom, motorisierter Bewegung, NDI und Broadcast-Schnittstellen.
VenusLiv V2 ist dagegen eine Livestream-Kamera für einen vergleichsweise nahen Aufnahmebereich und einen integrierten Streaming-Workflow.
Für eine Kirche, Bühne oder große Veranstaltung ist die Astra P1 wesentlich passender. Für einen Produkt-Livestream oder ein kleines Streaming-Studio ist VenusLiv V2 dagegen deutlich näher am vorgesehenen Einsatzzweck.
Welches Hollyland-Kameramodell passt zu welchem Einsatz?
- Astra P1: für professionelle PTZ-Anwendungen, Bühnen, Kirchen, Veranstaltungen und große Räume.
- Lyra: für Videokonferenzen, Homeoffice, Webinare und Streaming direkt am Computer.
- VenusLiv Air: für kompakte Livestream-Studios, Produktpräsentationen und flexible USB-/HDMI-Workflows.
- VenusLiv V2: für umfangreiche eigenständige Livestream-Setups mit Display, Apps und optischem Zoom.
4K30 oder 4K60?
Die maximale Bildrate ist nicht bei jeder Anwendung gleich wichtig.
Lyra, VenusLiv Air und VenusLiv V2 sind stark auf 4K30-Anwendungen ausgerichtet. Für Meetings, Produktpräsentationen und viele Livestreams ist das ausreichend.
Astra P1 unterstützt dagegen UHD 4K mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde. Das kann bei professionellen Liveproduktionen und bewegungsreicheren Szenen einen Vorteil bieten.
Eine höhere Bildrate benötigt allerdings auch mehr Bandbreite und leistungsfähigere Verarbeitung. Deshalb sollte nicht allein anhand der maximalen Zahl entschieden werden.
Welche Rolle spielt der optische Zoom?
Ein optischer Zoom ist vor allem dann wichtig, wenn sich die Kamera nicht direkt vor dem Motiv befindet.
Die Astra P1 bietet deshalb einen besonders großen 30-fachen optischen Zoom für große Räume.
VenusLiv V2 bietet einen kleineren 3-fachen optischen Zoom, der beispielsweise für Produktpräsentationen oder unterschiedliche Bildausschnitte innerhalb eines Studios sinnvoll sein kann.
Bei einer klassischen Webcam wie Lyra steht dagegen ein kompakter, fester Arbeitsplatz im Vordergrund.
Für wen sind Hollyland-Kameras interessant?
Das Kamerasortiment deckt inzwischen mehrere deutlich unterschiedliche Zielgruppen ab.
Homeoffice-Nutzer und Desktop-Creator finden mit Lyra eine kompakte Lösung. Livestream-Produzenten können zwischen VenusLiv Air und VenusLiv V2 wählen. Professionelle Veranstaltungs- und Broadcast-Anwender werden dagegen eher bei der Astra P1 fündig.
Gerade diese Unterschiede sind wichtig. Es gibt nicht die eine beste Hollyland-Kamera für alle Anwendungen.
Fazit: Vier Hollyland-Kameras für vier unterschiedliche Workflows
Hollyland verfolgt bei seinen Kameras keinen Einheitsansatz.
Die Lyra ist eine kompakte 4K-Webcam für PC-basierte Anwendungen. VenusLiv Air erweitert das Konzept in Richtung eigenständiges Livestreaming mit USB, HDMI und direkter Streaming-Funktion. VenusLiv V2 bietet zusätzlich integrierte Apps, Display, optischen Zoom und umfangreiche Funktionen direkt in der Kamera.
Die Astra P1 steht dagegen in einer völlig anderen Klasse. Als motorisierte PTZ-Kamera mit 4K60, 30-fachem optischem Zoom, KI-Tracking, NDI, SDI und PoE+ richtet sie sich an professionelle Live-, Veranstaltungs- und Installationsumgebungen.
Die Auswahl sollte deshalb zunächst nach dem geplanten Workflow erfolgen: Desktop-Webcam, Livestream-Studio oder professionelle PTZ-Produktion. Erst danach sind einzelne technische Daten wie Zoom, Anschlüsse und maximale Bildrate entscheidend.
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