Mähroboter ohne Begrenzungskabel: Wie funktionieren RTK, LiDAR und KI-Kameras?

Mähroboter ohne Begrenzungskabel gehören zu den interessantesten Entwicklungen bei der automatischen Rasenpflege. Statt vor der ersten Nutzung einen Draht rund um die gesamte Rasenfläche zu verlegen, orientieren sich moderne Geräte über Satellitensignale, Lasersensoren, Kameras und digitale Karten.

Auch ANTHBOT setzt bei vielen seiner aktuellen Mähroboter auf solche kabellosen Navigationssysteme. Je nach Modell kommen dabei unterschiedliche technische Lösungen zum Einsatz. Die Genie-Serie arbeitet beispielsweise mit Full-Band-RTK und mehreren Kameras, während der ANTHBOT M5 Pro und der M9 Pro zusätzlich LiDAR verwenden.

Begriffe wie RTK, LiDAR, KI-Kamera, 3D-Vision oder Sensorfusion klingen zunächst technisch. Entscheidend ist jedoch, was diese Systeme im Garten tatsächlich leisten, wo ihre Stärken liegen und welche Technik zu welcher Grundstücksform passt.

In diesem Artikel schauen wir uns deshalb an, wie ein Mähroboter ohne Begrenzungskabel seine Position bestimmt, wie ANTHBOT die verschiedenen Navigationsverfahren einsetzt und welche Unterschiede zwischen RTK, LiDAR und KI-Kameras bestehen.

Warum brauchten klassische Mähroboter ein Begrenzungskabel?

Bei älteren und einfacheren Mährobotern wird ein Begrenzungsdraht entlang der Rasenkante verlegt. Dieser Draht erzeugt ein Signal, das der Roboter erkennt. Dadurch weiß das Gerät, wo sein Arbeitsbereich endet.

Das System funktioniert grundsätzlich zuverlässig, hat aber mehrere Nachteile:

  • Das Kabel muss einmalig rund um die gesamte Rasenfläche verlegt werden.
  • Bei Veränderungen im Garten muss der Draht häufig angepasst werden.
  • Beschädigungen durch Gartenarbeiten, Tiere oder Bodenbewegungen sind möglich.
  • Die Fehlersuche bei einer Kabelunterbrechung kann aufwendig sein.
  • Zusätzliche Sperrzonen erfordern oft weitere Drahtschleifen.

Der ANTHBOT Pion 1000 verwendet weiterhin ein solches Begrenzungskabel, kombiniert es aber mit systematischer Mähplanung, digitaler Kartierung und einer Erkennung für Kabelunterbrechungen.

Die meisten anderen aktuellen ANTHBOT-Modelle verzichten dagegen auf einen physischen Begrenzungsdraht. Ihre Arbeitsbereiche werden digital in der App festgelegt.

Wie weiß ein kabelloser Mähroboter, wo er sich befindet?

Ein Mähroboter ohne Begrenzungskabel muss drei Aufgaben lösen:

  1. Er muss seine genaue Position im Garten bestimmen.
  2. Er muss die virtuellen Grenzen und Mähzonen kennen.
  3. Er muss Hindernisse erkennen und seine Fahrtrichtung anpassen.

Dafür werden je nach Modell Satellitennavigation, Kameras, Lasersensoren und weitere Messsysteme kombiniert.

Ein einzelner Sensor reicht in einem realen Garten oft nicht aus. Satellitensignale können durch Gebäude oder Bäume beeinträchtigt werden. Kameras benötigen ausreichend sichtbare Strukturen und Licht. LiDAR erkennt räumliche Formen, weiß aber nicht automatisch, welche Fläche gemäht werden soll.

Deshalb setzen leistungsfähigere Modelle wie der ANTHBOT M9 Pro auf eine sogenannte Sensorfusion. Dabei werden die Daten mehrerer Systeme gemeinsam ausgewertet.

Was ist RTK?

RTK steht für Real Time Kinematic. Es handelt sich um ein Verfahren zur besonders genauen Satellitenpositionierung.

Normales GPS kann je nach Umgebung mehrere Meter ungenau sein. Das reicht für ein Navigationsgerät im Auto aus, aber nicht für einen Mähroboter, der wenige Zentimeter neben einem Beet oder einer Terrasse entlangfahren soll.

RTK verbessert die Satellitendaten mithilfe zusätzlicher Korrektursignale. Dadurch kann die Position unter günstigen Bedingungen deutlich genauer bestimmt werden.

Wie funktioniert RTK bei einem Mähroboter?

Ein klassisches RTK-System besteht aus zwei Teilen:

  • dem Empfänger im Mähroboter,
  • einer RTK-Referenzstation an einem festen Standort.

Die Referenzstation kennt ihre eigene Position und vergleicht diese mit den empfangenen Satellitendaten. Aus der Abweichung werden Korrekturdaten berechnet und an den Mähroboter übertragen.

Einige Systeme nutzen zusätzlich oder alternativ Netzwerk-Korrekturdaten. In diesem Fall werden die Korrekturinformationen über das Internet oder Mobilfunk übertragen.

Wie nutzt ANTHBOT RTK?

ANTHBOT setzt bei mehreren Modellen auf Full-Band-RTK. Dieses System soll Signale aus einem besonders breiten Frequenzbereich und von mehreren Satellitensystemen verarbeiten.

Zu den ANTHBOT-Modellen mit RTK-Unterstützung gehören unter anderem:

  • ANTHBOT Genie 600,
  • ANTHBOT Genie 1000,
  • ANTHBOT Genie 3000,
  • ANTHBOT M9,
  • ANTHBOT M9 Pro.

Die Genie-Serie kombiniert Full-Band-RTK mit einer kamerabasierten 3D-Vision. Beim M9 kommen RTK, Netzwerk-Korrekturdaten und Kameras zusammen. Der M9 Pro ergänzt dieses System zusätzlich um eine 360-Grad-LiDAR-Erfassung.

Welche Vorteile hat RTK?

  • Sehr genaue Positionsbestimmung unter guten Bedingungen.
  • Virtuelle Grenzen statt eines verlegten Drahtes.
  • Systematische Mähbahnen statt zufälliger Fahrbewegungen.
  • Mehrere Mähzonen lassen sich digital verwalten.
  • Grenzen und Sperrzonen können über die App angepasst werden.
  • Änderungen im Garten erfordern kein neues Begrenzungskabel.

RTK ist besonders für offene Rasenflächen mit guter Sicht zum Himmel geeignet. Auf solchen Grundstücken kann der Mähroboter seine Position zuverlässig bestimmen und parallele Bahnen fahren.

Wo liegen die Grenzen von RTK?

RTK ist auf ausreichend gute Satellitensignale angewiesen. Probleme können entstehen durch:

  • dichte Baumkronen,
  • hohe Gebäude,
  • enge Innenhöfe,
  • überdachte Bereiche,
  • starke Abschattung an Hauswänden,
  • einen ungünstigen Standort der Referenzstation.

Die RTK-Station sollte deshalb möglichst freie Sicht zum Himmel haben und nicht direkt unter Bäumen oder unmittelbar an hohen Hindernissen stehen.

Fällt das Satellitensignal kurzfristig aus, benötigt der Roboter ein weiteres Navigationssystem. Genau hier kommen Kameras und LiDAR ins Spiel.

Was ist LiDAR?

LiDAR steht für Light Detection and Ranging. Das System sendet Laserimpulse aus und misst, wie lange das Licht benötigt, um von einem Objekt zurückzukehren.

Aus diesen Messungen entsteht eine räumliche Darstellung der Umgebung. Der Mähroboter erkennt dadurch beispielsweise:

  • Hauswände,
  • Bäume,
  • Zäune,
  • Beeteinfassungen,
  • Gartenmöbel,
  • größere Gegenstände auf dem Rasen.

LiDAR funktioniert nicht wie eine normale Kamera. Das System benötigt keine sichtbaren Bilder, sondern misst Entfernungen und Formen.

Welche ANTHBOT-Modelle nutzen LiDAR?

ANTHBOT setzt LiDAR vor allem bei den Pro-Modellen ein.

ANTHBOT M5 Pro

Der M5 Pro ist für kleinere Rasenflächen bis ungefähr 500 Quadratmeter ausgelegt. Seine LiDAR-Navigation ist besonders für kompakte, aber verwinkelte Gärten interessant.

Feste Strukturen wie Wände, Bäume oder Gartenhäuser können dem Roboter als räumliche Orientierungspunkte dienen.

ANTHBOT M9 Pro

Der M9 Pro kombiniert 360-Grad-LiDAR mit RTK, Netzwerk-Korrekturdaten und KI-gestützter Kameranavigation.

Dieses sogenannte Quad-Fusion-System soll die Positionsbestimmung auch dann stabilisieren, wenn einzelne Sensoren zeitweise weniger zuverlässige Daten liefern.

Der M9 Pro richtet sich an Rasenflächen bis ungefähr 1.000 Quadratmeter und ist besonders für komplexere Grundstücke mit vielen Hindernissen geeignet.

Welche Vorteile hat LiDAR?

  • Räumliche Erfassung der Umgebung.
  • Gute Erkennung fester Strukturen.
  • Unabhängiger von Satellitensignalen als ein reines RTK-System.
  • Kann auch bei wechselnden Lichtverhältnissen arbeiten.
  • Hilfreich in verwinkelten Gärten.
  • Ergänzt Kameras und Satellitennavigation.

LiDAR ist besonders sinnvoll, wenn der Garten durch Gebäude, Bäume, Mauern oder andere feste Strukturen geprägt ist.

Wo liegen die Grenzen von LiDAR?

Auch LiDAR ist kein vollständig fehlerfreies System. Schwierigkeiten können unter anderem entstehen durch:

  • sehr dünne oder schlecht reflektierende Gegenstände,
  • stark wechselnde oder bewegliche Hindernisse,
  • Verschmutzungen am Sensor,
  • starken Regen oder ungünstige Wetterbedingungen,
  • sehr offene Flächen mit wenigen Orientierungspunkten.

LiDAR erkennt zwar die Form eines Gegenstands, versteht aber nicht automatisch, um welches Objekt es sich handelt. Dafür sind Kameras und KI-Auswertung hilfreich.

Wie funktionieren KI-Kameras bei einem Mähroboter?

Moderne Mähroboter verwenden eine oder mehrere Kameras, um ihre Umgebung zu beobachten. Eine KI-Software analysiert die Bilder und versucht, typische Hindernisse zu erkennen.

Dazu können beispielsweise gehören:

  • Menschen,
  • Kinder,
  • Haustiere,
  • Spielzeug,
  • Gartenmöbel,
  • Blumentöpfe,
  • Steine,
  • Schläuche,
  • Werkzeuge,
  • Äste.

Die Kamera liefert zunächst nur Bilddaten. Erst die KI-Auswertung entscheidet, ob ein sichtbares Objekt ein Hindernis darstellt und wie der Roboter darauf reagieren soll.

Wie setzt ANTHBOT KI-Kameras ein?

ANTHBOT verwendet bei mehreren Modellen kamerabasierte Navigation und Hinderniserkennung.

Die Genie-Serie arbeitet mit einer 3D-Vision aus vier Kameras. Auch der M9 verbindet seine RTK-Navigation mit Kameras. Beim M9 Pro ergänzen die KI-Kameras zusätzlich das LiDAR- und RTK-System.

Nach Herstellerangaben können einige ANTHBOT-Modelle mehr als 1.000 unterschiedliche Hindernisse oder Objekttypen erkennen. Diese Angabe beschreibt die Trainingsbreite der KI, bedeutet aber nicht, dass jedes Objekt unter allen Bedingungen fehlerfrei erkannt wird.

Welche Vorteile haben KI-Kameras?

  • Erkennung und Einordnung unterschiedlicher Objekte.
  • Unterscheidung zwischen Rasen und Hindernissen.
  • Unterstützung bei der Navigation entlang von Rasenkanten.
  • Hilfreich bei beweglichen oder wechselnden Gegenständen.
  • Ergänzung zu RTK und LiDAR.
  • Verbesserungen durch Software- und OTA-Updates möglich.

Eine KI-Kamera kann beispielsweise erkennen, dass ein Gegenstand auf dem Rasen kein dauerhaftes Gartenelement ist, sondern umfahren werden sollte.

Wo liegen die Grenzen von KI-Kameras?

Kameras sind von den sichtbaren Bedingungen abhängig. Probleme können auftreten bei:

  • Dunkelheit,
  • tief stehender Sonne,
  • starken Schatten,
  • verschmutzter Kameralinse,
  • Regen oder Nebel,
  • Gegenständen mit wenig Kontrast zum Untergrund,
  • sehr kleinen oder teilweise verdeckten Objekten.

Deshalb sollte ein Mähroboter trotz KI-Erkennung nicht unbeaufsichtigt in einem Garten mit sehr kleinen Kindern, jungen Tieren oder empfindlichen Gegenständen eingesetzt werden.

Was bedeutet 3D-Vision?

Bei einer 3D-Vision werden Bilder aus mehreren Kameraperspektiven miteinander verglichen. Dadurch kann das System nicht nur Farben und Formen, sondern auch Entfernungen und räumliche Strukturen abschätzen.

ANTHBOT verwendet bei der Genie-Serie vier Kameras. Diese sollen dem Roboter helfen, Hindernisse und Gartenstrukturen räumlich zu erfassen.

3D-Vision ist nicht identisch mit LiDAR. Kameras arbeiten mit sichtbaren Bildern, während LiDAR Entfernungen mit Laserimpulsen misst. Beide Verfahren können sich jedoch sinnvoll ergänzen.

Was ist Sensorfusion?

Sensorfusion bedeutet, dass ein Gerät die Daten mehrerer Sensoren gleichzeitig auswertet.

Ein Mähroboter kann beispielsweise folgende Informationen verbinden:

  • RTK liefert die globale Position im Garten.
  • LiDAR misst die Entfernung zu Wänden und Hindernissen.
  • Kameras erkennen Objekte und Rasenkanten.
  • Neigungs- und Bewegungssensoren erfassen Steigungen und Fahrbewegungen.
  • Rad- und Motorsensoren messen die zurückgelegte Strecke.

Wenn ein System kurzfristig ungenau wird, können die anderen Sensoren die Navigation stabilisieren.

Der ANTHBOT M9 Pro ist ein gutes Beispiel für dieses Prinzip. Er kombiniert LiDAR, RTK, Netzwerk-Korrekturdaten und KI-Vision.

RTK, LiDAR und KI-Kameras im direkten Vergleich

TechnikHauptaufgabeStärkeMögliche Schwäche
RTKGenaue PositionsbestimmungSystematische Navigation auf offenen FlächenAbhängig von Satellitensicht und Referenzsignal
LiDARRäumliche Vermessung der UmgebungErkennung fester Strukturen und EntfernungenErkennt Formen, aber nicht immer die Bedeutung eines Objekts
KI-KameraVisuelle Objekt- und KantenerkennungKann unterschiedliche Hindernisse klassifizierenAbhängig von Licht, Sicht und sauberer Linse

Welche Technik eignet sich für welchen Garten?

Offene Rasenfläche mit freier Sicht zum Himmel

Für einen offenen Garten mit wenigen Bäumen und Gebäuden ist RTK besonders gut geeignet.

Passende ANTHBOT-Modelle können sein:

  • Genie 600,
  • Genie 1000,
  • Genie 3000,
  • ANTHBOT M9.

Hier kann die Satellitennavigation ihre Vorteile besonders gut ausspielen.

Kleiner, verwinkelter Garten mit festen Strukturen

Bei einem kleineren Garten mit Mauern, Bäumen oder einem Gartenhaus ist LiDAR interessant.

Der ANTHBOT M5 Pro ist für solche Flächen bis ungefähr 500 Quadratmeter ausgelegt.

Mittelgroßer Garten mit vielen Hindernissen

Für einen komplexeren Garten bis ungefähr 1.000 Quadratmeter kann der ANTHBOT M9 Pro sinnvoll sein.

Seine Kombination aus LiDAR, RTK und KI-Kameras bietet mehr Navigationsreserven als ein System, das sich nur auf eine Technik verlässt.

Sehr große, offene Rasenfläche

Für große Grundstücke sind die Modelle der Genie-Serie besonders interessant.

  • Genie 1000 für Rasenflächen bis ungefähr 2.000 m²,
  • Genie 3000 für Rasenflächen bis ungefähr 3.600 m².

Beide Modelle verbinden Full-Band-RTK mit 3D-Vision und einer 4G-Verbindung.

Garten mit dauerhaft festen Grenzen und schlechtem Satellitenempfang

In einem stark abgeschatteten Garten kann ein Begrenzungskabel weiterhin sinnvoll sein.

Der ANTHBOT Pion 1000 ist für Rasenflächen bis ungefähr 1.000 Quadratmeter ausgelegt und arbeitet innerhalb eines physischen Begrenzungsdrahtes.

Benötigt ein kabelloser ANTHBOT trotzdem eine Einrichtung?

Der Verzicht auf das Begrenzungskabel bedeutet nicht, dass der Mähroboter ohne Einrichtung sofort losfahren kann.

Je nach Modell sind folgende Schritte erforderlich:

  1. Ladestation aufstellen und anschließen.
  2. Gegebenenfalls RTK-Referenzstation montieren.
  3. Roboter mit der ANTHBOT-App verbinden.
  4. Rasenfläche automatisch oder manuell kartieren.
  5. Virtuelle Grenzen kontrollieren.
  6. Mähzonen und Sperrbereiche festlegen.
  7. Mähzeiten und Schnitthöhe einstellen.

Die Einrichtung ist meist deutlich flexibler als die Verlegung eines Begrenzungskabels. Dennoch sollte die digitale Karte sorgfältig geprüft werden, bevor der Roboter unbeaufsichtigt arbeitet.

Wie wichtig ist der Standort der RTK-Station?

Der Standort der RTK-Referenzstation beeinflusst die Zuverlässigkeit der Navigation erheblich.

Die Station sollte möglichst:

  • freie Sicht zum Himmel besitzen,
  • nicht direkt unter einem dichten Baum stehen,
  • Abstand zu hohen Wänden und Metallflächen haben,
  • fest und vibrationsfrei montiert sein,
  • dauerhaft mit Strom versorgt werden.

Ein technisch leistungsfähiger Roboter kann ein schlecht platziertes RTK-System nur begrenzt ausgleichen.

Was passiert, wenn das RTK-Signal ausfällt?

Das Verhalten hängt vom jeweiligen Modell und seiner Sensorausstattung ab.

Ein einfacher RTK-Mähroboter kann langsamer werden, anhalten oder auf eine Rückkehr des Signals warten. Modelle mit zusätzlicher Kamera- oder LiDAR-Navigation können ihre Position kurzfristig über andere Sensordaten stabilisieren.

Genau deshalb ist die Kombination mehrerer Technologien bei komplexen Grundstücken von Vorteil.

Sind Mähroboter ohne Begrenzungskabel sicher?

Moderne Mähroboter besitzen mehrere Sicherheitsfunktionen. Dazu können gehören:

  • Hebe- und Neigungssensoren,
  • automatischer Messerstopp,
  • PIN-Code,
  • GPS-Ortung,
  • Außerhalb-des-Bereichs-Alarm,
  • KI-Hinderniserkennung,
  • virtuelle Sperrzonen.

Diese Systeme reduzieren Risiken, ersetzen aber keine sorgfältige Nutzung. Vor dem Mähen sollten kleine Gegenstände, Kabel, Spielzeug und empfindliche Gartengeräte entfernt werden.

Welche Rolle spielt die ANTHBOT-App?

Die App ist bei einem kabellosen Mähroboter ein zentraler Bestandteil des Systems.

Je nach Modell lassen sich darüber unter anderem folgende Funktionen verwalten:

  • digitale Gartenkarte,
  • Mähzonen,
  • Sperrzonen,
  • Mähzeiten,
  • Schnitthöhe,
  • Mährichtung und Geschwindigkeit,
  • Status des Roboters,
  • Software-Updates,
  • Standort- und Sicherheitsfunktionen.

Bei Modellen mit 4G-Verbindung kann der Zugriff auch dann möglich sein, wenn sich der Roboter außerhalb der WLAN-Reichweite befindet. Bei einigen ANTHBOT-Modellen ist der Mobilfunkdienst zunächst für einen begrenzten Zeitraum enthalten und kann anschließend kostenpflichtig verlängert werden.

Welche ANTHBOT-Modelle arbeiten ohne Begrenzungskabel?

Zu den kabellosen ANTHBOT-Modellen gehören unter anderem:

  • ANTHBOT M5,
  • ANTHBOT M5 Pro,
  • ANTHBOT M9,
  • ANTHBOT M9 Pro,
  • ANTHBOT N8,
  • ANTHBOT Genie 600,
  • ANTHBOT Genie 1000,
  • ANTHBOT Genie 3000.

Der Pion 1000 verwendet dagegen ein klassisches Begrenzungskabel.

Häufige Fragen zu RTK, LiDAR und KI-Kameras

Ist LiDAR besser als RTK?

LiDAR und RTK erfüllen unterschiedliche Aufgaben. RTK bestimmt die globale Position auf dem Grundstück. LiDAR misst die räumliche Umgebung. Besonders leistungsfähig ist die Kombination beider Systeme.

Kann ein RTK-Mähroboter unter Bäumen arbeiten?

Das ist grundsätzlich möglich, kann aber von der Dichte der Baumkronen und der Qualität des Satellitensignals abhängen. Eine zusätzliche Kamera- oder LiDAR-Navigation kann in solchen Bereichen hilfreich sein.

Benötigt LiDAR Licht?

LiDAR arbeitet mit eigenen Laserimpulsen und ist deshalb weniger von sichtbarem Licht abhängig als eine normale Kamera.

Kann eine KI-Kamera kleine Tiere erkennen?

Moderne Kamerasysteme können viele Objekte erkennen. Eine hundertprozentige Erkennung kleiner Tiere unter allen Bedingungen kann jedoch nicht garantiert werden.

Welcher ANTHBOT nutzt RTK und LiDAR?

Der ANTHBOT M9 Pro kombiniert 360-Grad-LiDAR mit RTK, Netzwerk-Korrekturdaten und KI-Vision.

Welcher ANTHBOT eignet sich für einen kleinen Garten mit LiDAR?

Der ANTHBOT M5 Pro ist für kleinere Rasenflächen bis ungefähr 500 Quadratmeter ausgelegt und verwendet LiDAR zur räumlichen Navigation.

Welcher ANTHBOT eignet sich für eine große offene Fläche?

Für große offene Grundstücke sind der Genie 1000 und der Genie 3000 interessant. Beide verwenden Full-Band-RTK, 3D-Vision und 4G.

Fazit: Die beste Navigation verbindet mehrere Systeme

Mähroboter ohne Begrenzungskabel ersetzen den klassischen Draht durch digitale Karten und moderne Sensorik.

RTK sorgt für eine genaue Positionsbestimmung auf dem Grundstück. LiDAR erfasst räumliche Strukturen und Abstände. KI-Kameras erkennen Objekte, Rasenkanten und wechselnde Hindernisse.

Keine dieser Technologien ist unter allen Bedingungen vollkommen. Offene Rasenflächen eignen sich besonders gut für RTK. In verwinkelten Gärten mit Bäumen und Gebäuden kann LiDAR Vorteile bieten. Kameras ergänzen beide Systeme durch eine visuelle Hinderniserkennung.

ANTHBOT setzt deshalb je nach Modell unterschiedliche Kombinationen ein. Die Genie-Serie verbindet Full-Band-RTK mit 3D-Vision. Der M5 Pro nutzt LiDAR für kleinere Gärten. Der M9 Pro kombiniert LiDAR, RTK, Netzwerk-Korrekturdaten und KI-Kameras zu einer umfassenden Sensorfusion.

Welches System am besten passt, hängt weniger von einem einzelnen technischen Begriff als von der tatsächlichen Gartensituation ab. Entscheidend sind Flächengröße, Bäume, Gebäude, schmale Durchgänge, Hindernisse und die Sicht zum Himmel.

Für einen offenen Garten kann ein RTK-Modell vollkommen ausreichen. Bei einem komplexen Grundstück bietet ein ANTHBOT mit LiDAR und zusätzlicher KI-Kamera mehr technische Reserven.

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